Wechselkurs: Eine Jugend in Berlin

Der Autor, geboren 1933, schildert seine Kindheits- und Jugenderinnerungen bis 1952, auch zeittypische Erlebnisse aus der Zeit des Stalinismus im zweigeteilten Berlin. KLAPPENTEXT: "Im Frühjahr 1939 zogen meine Eltern mit mir nach Hohenschönhausen, damals ein Stadtteil des Bezirks Weißensee. Die neue Heimat sollte eine Mitte der Dreißigerjahre angelegte vorstädtische Kleinsiedlung werden, von denen es im Nordosten Berlins so viele gab, dass man ihr keinen besonderen Namen gab. Namen hatten noch nicht einmal die Straßen." Die Familie beginnt im friedlichen Hohenschönhausen das neue Leben, das jedoch schon bald durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gestört wird. Wilfried Legat schildert seine Erinnerungen an die Schulzeit während des Krieges, die Kinderlandverschickung nach Lyck, den Bombentreffer auf das Haus der Familie, vor allem aber die erste Nachkriegszeit im damaligen Ostsektor – vor dem Bau der Mauer – bis zu seiner Übersiedelung in die Bundesrepublik. „Wechselkurs“ steht für die Nachkriegszeit und für die Ostberliner, die damals in zwei Welten und mit zwei Währungen lebten. Wechselkurs meint aber auch den Kurswechsel, den die Menschen erst mit der Nazizeit, dann mit dem DDR-Sozialismus und schließlich mit der freiheitlichen Demokratie der Bundesrepublik erlebten. Legat präsentiert seine Erinnerungen auf eine schlitzohrige Weise mit einem guten Schuss Humor, der den durchweg autobiografischen Text ebenso unterhaltsam wie geschichtlich interessant macht. Vor allem Berliner seiner Generation werden hier vieles wiedererkennen.

Handlungsorte

»Die weitesten Reisen unternimmt
man mit dem Kopf.«

Joseph Conrad

Buchdetails

Handlungsorte
Berlin, Elk (Lyck)
Buchdaten
Titel: Wechselkurs: Eine Jugend in Berlin
Kategorie: Erinnerungen / Tagebuch von 2008
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 07.11.2016


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