Liebe und Müll

Originaltitel: "Laska a smetí". Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, als Regime-Gegner in Ungnade gefallen, beschreibt den tristen, grauen, sich stets wiederholenden Trott des Alltags bei seiner Arbeit als Prager Straßenkehrer. KLAPPENTEXT: Jeden Morgen kurz vor sechs zieht er seine orangefarbene Arbeitsjacke über und rückt mit Besen und Schaufel aus: Als Schriftsteller bei den sozialistischen Herren in Ungnade gefallen, fegt er nun zum Broterwerb die Straßen von Prag; ein Essay über Kafka im Kopf, im Ohr die Lebensgeschichten seiner Kollegen. Um unter den gleichförmigen Bewegungen seines Besens nicht selbst so grau zu werden wie der Straßenbelag, sucht er "andere" Erfahrungen, etwas, das ihn, wenigstens für Stunden, herauskatapultieren könnte aus dem Trott. Zu finden glaubt es der Verheiratete in der Begegnung mit der Bildhauerin Darja, die ihn durch ihre Leidenschaft und vollkommene Hingabe in ihren Bann zieht. Doch muss er schließlich erkennen: Nicht das Leben, nicht die Liebe, nur die Literatur vermag ihn auf Dauer zu fesseln, denn schreibend glaubt er, die Erinnerung an das ihm und seinen Mitmenschen zugefügte Unrecht und die Unmenschlichkeit zu bewahren, seinem Leben einen Sinn verleihen zu können.

Handlungsorte

»Umwege erweitern die Ortskenntnis.«
Kurt Tucholsky

Buchdetails

Handlungsorte
Prag
Buchdaten
Titel: Liebe und Müll
AutorIn: Klima, Ivan
Kategorie: Roman / Erzählung von 1995
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 15.04.2017


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