Aus Hoffenheim deportiert

Das Buch erzählt zumeist in Dialogform von der Kindheit der Brüder Manfred und Heinz Mayer (nach dem Krieg haben sie sich Menachem Mayer und Frederick Raymes genannt), die im Kraichgau, im badischen Hoffenheim (heute ein Stadtteil von Sinsheim) aufgewachsen sind. 1940 wurden sie im Alter von 6 bzw. 9 Jahren zusammen mit ihren Eltern (4 von rund 6500 Juden aus Baden und der Pfalz!) in das Lager Gurs am Fuße der Pyrenäen deportiert. Die Eltern kamen anschließend in das Lager Rivesaltes und von dort nach Auschwitz-Birkenau, wo sie ermordet wurden. Die Brüder konnten gerettet werden und wurden in Waisenhäuser in Frankreich und dann in der Schweiz untertauchen. Nach dem Krieg wurden sie getrennt, Heinz (Menachem) kam nach Israel, Manfred in die USA. Erst sehr viel später haben sie sich wieder gefunden. Berührend, die Gespräche zwischen den Brüdern, wie sie versuchen, die Jahre der Trennung zu überwinden. Geschichte am Rande: Dietmar Hopp, SAP-Mitbegründer und Milliardär, erfuhr aus der englischen Fassung, wie sein Vater, ein SA-Mann aus Hoffenheim an der Deportation beteiligt war. Er hat daraufhin die deutsche Übersetzung des Buches finanziell unterstützt, genauso wie einen Dokumentarfilm über das Schicksal der beiden Brüder. Auf Einladung von Hopp haben sich die beiden Großfamilien Mayer/Raymers aus Israel und den USA in Hoffenheim und in Heidelberg getroffen. Auch der Film ist sehr sehenswert!

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
Hoffenheim, Gurs, Rivesaltes
Buchdaten
Titel: Aus Hoffenheim deportiert
Untertitel: Menachem und Fred - Der Weg zweier jüdischer Brüder
Kategorie: Erinnerungen / Tagebuch von 2008
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 23.02.2015


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