Rechts und Links

Drei Lebenswege, ein Zeitbild: 1929 geschrieben, zeigt Roth anhand dreier Schicksale das diffuse und bodenlose Daseinsgefühl der Zwischenkriegszeit. Nach dem Tod seines Vaters bricht der Bankierssohn Paul Bernheim sein Studium in Oxford ab und zieht in den Ersten Weltkrieg. Mit Hochmut und zahlreichen nutzlosen Talenten ausgestattet, erfährt er dort das Trauma seiner Verletzlichkeit. Paul kehrt orientierungslos zurück und droht in den Wirren der Inflation zu scheitern. Aus Angst vor dem sozialen Abstieg verbündet er sich mit den neuen ökonomischen Kräften, heiratet die Tochter eines Chemiefabrikanten, gelangt aber nur scheinbar ans Ziel. Sein jüngerer Bruder Theodor verachtet die alten Ideale. Einzig Nikolai Brandeis, ein russisch-jüdischer Emigrant, der während der Oktoberrevolution die Fronten wechselte und auf Befehl mordete, weiß die neue Zeit konsequent für sich zu nutzen.Seine Geschäftsreisen führen Brandeis zumeist nach Osteuropa oder auf den Balkan. Aus Belgrad bringt er die bezaubernde Lydia Markowna mit. Die 22-jährige ukrainische Emigrantin aus Kiew hatte er dort einem Schauspieler abgekauft. Er sperrt die Schönheit in seinem Berliner Hause ein... Spannend und unerwartet kreuzt Joseph Roth die drei Lebenswege. Im Brennglas seiner Beobachtungsgabe entsteht dabei das Bild einer Zeit, in der traditionelle Werte entwertet und Gesinnungen austauschbar sind.

Handlungsorte

»Die weitesten Reisen unternimmt
man mit dem Kopf.«

Joseph Conrad

Buchdetails

Handlungsorte
Berlin, Oxford, Belgrad, Kiew
Buchdaten
Titel: Rechts und Links
AutorIn: Roth, Joseph
Kategorie: Roman / Erzählung von 1929
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 10.04.2015


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