Der Streit um den Sergeanten Grischa

Der russische Soldat Grigorij Iljitsch Paprotkin, genannt Grischa, befindet sich in deutscher Kriegsgefangenschaft im Gebiet der Militärverwaltung Ober Ost. Um seine Frau und seine neugeborene Tochter zu sehen, flieht er Ende 1917 aus dem Gefangenenlager. Auf seinem Weg in Richtung Heimat trifft er auf eine Gruppe Partisanen unter der Führung der jungen Babka. Diese gibt ihm den Rat, wenn er von den Deutschen ergriffen werden sollte, sich als der russische Deserteur Bjuschew auszugeben. Doch dies stellt sich als tödlicher Fehler heraus. Bjuschew soll hingerichtet werden, da laut einem Erlass des Generals Albert Schieffenzahn jeder russische Deserteur, der sich länger als drei Tage hinter der deutschen Front aufhält, ohne sich in Gefangenschaft zu begeben, als Spion behandelt wird. Als Grischa dies erkennt, gibt er sich als der entflohene Häftling zu erkennen, der er tatsächlich ist. Aber selbst als er seine wahre Identität eindeutig nachweisen kann, scheint ihm das nicht mehr zu helfen. General von Lychow, Paul Winfried (Lychows Neffe und Adjutant) und von Lychows jüdischer Kriegsgerichtsrat Posnanski versuchen, Grischa zu retten. Auch Babka, die ein Kind von Grischa erwartet, plant seine Rettung. Auf Befehl von General Schieffenzahn wird Grischa schließlich hingerichtet. Schauplätze: Das Gefangenenlager Nawarischkij, Cholno (Kolno), der Fluss Njemen, Bialystok, Merwinsk, Brest-Litowsk.

Handlungsorte

»Man vertraut einer Landschaft wie einem Freund.«
Thomas Hettche

Buchdetails

Handlungsorte
Kolno, Bialystok, Brest (Weißrussland), Nemunas (Memel)
Buchdaten
Titel: Der Streit um den Sergeanten Grischa
AutorIn: Zweig, Arnold
Kategorie: Roman / Erzählung von 1927
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 07.05.2015


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