Revolutionen

Die Originalausgabe erschien 2003 unter dem Titel "Révolutions", eine erste deutsche Ausgabe 2006. Der Roman spielt mit der Hauptfigur, dem jungen Jean Gildas Marro, in den 1950er und 1960er Jahren in Nizza, London, Mexiko-Stadt und auf Mauritius. Über einen Erzählstrang, in dem ein Vorfahr der Hauptfigur erzählt, reicht er bis in die Französische Revolution zurück. Der fünfzehnjährige Jean Gildas Marro besucht oft seine blinde alte Tante Catherine, die ihm Geschichten von der Insel Mauritius erzählt, dem verlorenen Paradies der Marros. Tante Catherine ist für Jean der Schlüssel zu einer lebendigen Vergangenheit, die Verbindung zu dem Bretonen Jean Eus Marro, der nach der Französischen Revolution an der Kanonade von Valmy teilnahm und später nach Mauritius auswanderte. Jeans Gegenwart ist geprägt vom Algerienkrieg, der Frankreich erschüttert. Er flüchtet nach London, um Medizin zu studieren, zieht ruhelos weiter nach Mexiko, wo er 1968 die Niederschlagung des Volksaufstands erlebt. Politische Revolutionen und private Revolten prägen sein Leben; jede Phase steht im Zeichen einer intensiven Liebesbeziehung. Ruhe findet er erst bei der Algerierin Mariam, mit der er nach Mauritius fährt. Revolutionen ist Le Clézios persönlichstes Buch. Nizza, London, Mexiko, Mauritius sind Stationen seines Lebens. Jean Marro ist sein fiktionales Alter Ego.

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
Nizza, London, Mexiko City, Mauritius (allg.)
Buchdaten
Titel: Revolutionen
Kategorie: Roman / Erzählung von 2008
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 13.08.2015


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