Barbara von Tisenhusen

Historischer Roman über das Leben der Barbara von Tisenhausen, die zur Endzeit des Ordensrittertums im 16. Jahrhundert im Ordensland Livland (heute Estland) gelebt hat. Rahmenhandlung: Eine Estin kommt mit ihrer Tochter 1987 in die DDR nach Weimar, um zu einigen geschichtlichen Größen Interessantes in Museen zu erfahren. Dabei lernt sie eine alte Museumsmitarbeiterin kennen, die ein altes estnisches Schriftstück aus dem 16. Jahrhundert aufgetan hat. Dies müsste jedoch in die deutsche Sprache übersetzt werden. Die Estin übernimmt den Part. Der Inhalt der Schrift wird uns in Romanform übermittelt. Es geht um das Leben der Barbara von Tisenhausen. Die junge Barbara hat als Mitglied des Adels viele Möglichkeiten und Rechte. Doch ihre Freiheit endet da, wo sie gegen rigide Regelungen verstößt, die sich die Ordensritter zum Erhalt ihrer Macht und damit zum Selbsterhalt gegeben haben. Wegen einer unstandesgemäßen Verbindung der adligen Barbara mit einem bürgerlichen Amtsschreiber wurde das Edelfräulein von ihren Brüdern in einem Eisloch ertränkt (Heute würde man das wohl als "Ehrenmord" bezeichnen). Die zum Teil auch grausige Unterdrückung des Volkes spiegelt sich im Leben der zweiten Leitfigur des Romans. Dies ist ein Bauernsohn, der von einem katholischen Pfarrer zum "Hilfspfarrer" erzogen wird. Er steht zwischen zwei Welten, der des Adels und der des einfachen Volkes.

Handlungsorte

»Heimat entdeckt man erst in der Fremde.«
Siegfried Lenz

Buchdetails

Handlungsorte
Weimar, Tartu, Rannu (Randen), Röngu, Konguta, Estland (allg.)
Buchdaten
Titel: Barbara von Tisenhusen
AutorIn: Berg, Maimu
Kategorie: Historischer Roman von 1993
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 03.11.2015


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