Praterveilchen

Unvermutet gerät Christopher Isherwood in London 1933 als Drehbuchautor zum Film. Imperial Bulldog Pictures versucht ihn für das Filmprojekt "Praterveilchen" mit dem österreichich-jüdischen Regisseur Friedrich Bergmann zu gewinnen. Bergmann ist sehr froh über den jungen Schriftsteller, denn er spricht deutsch und versteht es zwischen den Briten und dem Österreicher zu vermitteln. Zuerst vergraben sich die beiden mit der Sekretärin Dorothy im Arbeitszimmer, um die banale Geschichte des "Praterveilchens" Toni, des Habsburger Prinzen Rudolf und seinem widerspenstigen Vater zu Papier zu bringen. Während der Dreharbeiten zu dieser Filmschnulze schaltet Dollfuß in Wien 1933 das Parlament aus, 1934 wird die sozialdemokratische Partei verboten und der Aufstieg der Nazis beginnt. Bergmanns Sorgen um seine in Wien verbliebene Familie droht das Filmprojekt zum Platzen zu bringen. Doch kaum jemand schenkt Bergmanns Mahnungen Gehör ... Eindrucksvoll fängt Christopher Isherwood in diesem Roman - der anknüpft an sein wohl berühmtestes Werk "Leb wohl, Berlin"- die apathische Stimmung im England der frühen Hitlerjahre ein.

Handlungsorte

»Heimat entdeckt man erst in der Fremde.«
Siegfried Lenz

Buchdetails

Handlungsorte
London, Wien
Buchdaten
Titel: Praterveilchen
Kategorie: Roman / Erzählung von 1945
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 22.11.2015


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