Der Untertan

Gesellschaftskritischer, satirischer Roman, aus der Zeit des Kaisers Wilhelm II., etwa um 1890 bis 1914. Angesiedelt irgendwo in Brandenburg. Der Haupthandlungsort Netzig ist fiktiv, die anderen Schauplätze Berlin, Mittenwalde, Zürich und Rom sind real. Der Roman erzählt von Diederich Heßling als Beispiel für einen bestimmten Typ Mensch in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs. Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Er ist ein Mitläufer und Konformist. Heinrich Mann erzählt mit ironischer Distanz Heßlings Lebensgeschichte von dessen Kindheit bis hin zur Sicherung seiner Stellung in der wilhelminischen Gesellschaft. Er wird dargestellt als Stammtischagitator, Fabrikbesitzer und damit Kontrahent des Proletariats. Diederich Heßling bedient alle Klischees vom guten preußischen Untertan. Er ist autoritätsgläubig, lernt aber, dass es am angenehmsten ist, wenn man auch entsprechende Macht besitzt. Dass man auch der Macht dienen muss, wenn man selber in Bezug auf Macht vorankommen möchte, lernt er ebenso: Nach oben buckeln und nach unten treten. Er schmeichelt sich deswegen beim Regierungspräsidenten von Wulckow ein. Unter dessen Schutz intrigiert er gegen Konkurrenten....

Handlungsorte

»Die längsten Reisen fangen an,
wenn es auf den Straßen dunkel wird.«

Jörg Fauser

Buchdetails

Handlungsorte
Mittenwalde, Berlin, Zürich, Rom
Buchdaten
Titel: Der Untertan
Kategorie: Roman / Erzählung von 1918
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 12.04.2015


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