Das Magdalena-Evangelium

Wer war Maria Magdalena? sünderin? Braut Christi? Oder gar die Herrin der Kirche? Diese Fragen stell sicht Maureen Paschal, eine junge amerikanische Journalistin, die sich durch nichts erschüttern lässt. Bis zu dem Tag, als ihr eine verschleierte Frau erscheint und sie über den Abgrund der Zeit hinweg um Hilfe anruft. In ihrer Faszination rührt Maureen an ein uraltes Geheimnis. Ein Vermächtnis, für das tausende Menschen gestorben sind. Und getötet haben. Das Vermächtnis ist ein in den Pyrenäen verborgener, einzigartiger Schatz. Und nur eine ganz besondere Person kann ihn heben. Ist Maureen Paschal die Verheißene?

Handlungsorte

»Liebe ist fatal. Es sei denn, es ist die Liebe zu einer Landschaft.«
T.H. White

Buchdetails

Handlungsorte
Jerusalem, Rennes-le-Château, Carcassonne, Languedoc
Buchdaten
Titel: Das Magdalena-Evangelium
Kategorie: Krimi / Thriller von 2006
LeserIn: Ophelia1
Eingabe: 12.08.2008
Kurzbeschreibung
In den staubigen Gassen von Jerusalem hat die amerikanische Journalistin Maureen Paschal eine Vision. Eine Frau mit rötlich braunem Haar, die ihr Gesicht mit einem purpurroten Schleier verborgen hält, bittet sie um Hilfe. Die Vision kommt aus einer fernen Zeit, ist offenbar von edler Gesinnung, und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Maria Magdalena, jener als Sünderin gebrandmarkten Gefährtin Jesu Christi, deren Lebensgeschichte Maureen auf der Spur ist. Maureen macht sich auf die Suche nach dem Urgrund dieser merkwürdigen Begebenheit, die die Geschichte Maria Magdalenas (und ihre eigene Biografie) in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt und an deren Ende das „Buch der Liebe“ -- „das einzige wahre Evangelium nach Jesus Christus“ -- steht. Und sie erfährt, dass ein Ring, den sie in Jerusalem erstand und der auf ihrem Bestseller über die verkannten Frauen der Weltgeschichte abgebildet ist, sie zur Auserwählten des Inneren Sanctums einer geheimen Gesellschaft aus Frankreich macht.

Wer sich das Autorenfoto auf dem Schutzumschlag von Das Magdalena Evangelium anschaut, ist verwirrt. Trägt die in Hollywood geborene Kathleen McGowan nicht eben einen solchen Ring, der bei ihrer Heldin als Zeichen höherer Bestimmung fungiert? Das Nachwort verstärkt diese Irritation. Im Zuge ihrer Nachforschungen über das Leben Maria Magdalenas sei auch sie von geheimnisvollen Träumen heimgesucht worden, steht da zu lesen. Zudem habe sie erfahren, dass sie von einer der ältesten Familien Frankreichs abstamme und ihre Großeltern der Freimaurerei verbunden gewesen wären. „Der ultimative Schock kam jedoch mit der Enthüllung, dass mein eigenes Geburtsdatum Gegenstand einer Prophezeiung war, die in Bezug zu Maria Magdalena und ihrer Nachfahren stand“ -- jene Prophezeiung, die das Buch zitiert. All dies sind Dinge, die so merkwürdig sind, dass man sie kaum glauben möchte.

Da hält man es lieber mit McGowans Protagonistin Maureen, die ihren Studenten im Bezug auf Historienschreiber entgegenhält: „Die Geschichte ist nicht, was geschehen ist. Geschichte ist das, was niedergeschrieben wurde.“ Gesunde Skepsis ist also angesagt. Mit dieser Skepsis im Gepäck allerdings nimmt einen Das Magdalena Evangelium auf eine überaus spannende Lesereise. --Thomas Köster



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