Der Außenseiter

Waterford, eine kleine Gemeinde in der Nähe von London, in der jeder jeden kennt und glaubt, alles über alle zu wissen. Hier wächst Lewis Aldridge auf. 1945, als sein Vater aus dem Krieg heimkehrt, ist er 7 Jahre alt. So fremd ihm sein Vater ist, so nah fühlt er sich seiner Mutter. Beide versuchen, mit der neuen, ungewohnten Lebenssituation zu dritt zurecht zu kommen, bis eines Tages ein Unglück geschieht und Lewis seine Mutter verliert. Lewis ist verstört und allein. Wenige Monate später stellt ihm sein Vater eine neue Frau vor, die Lewis Stiefmutter wird. Lewis gelingt es nicht, Zugang zu ihr oder zu seinem Vater zu finden. Er zieht sich zurück, fängt früh an zu trinken, neigt zu verzweifelter Gewalt und muss schließlich mit 17 für zwei Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung 1957 versucht er einen neuen Anfang zu finden, doch die Dorfgemeinschaft hat ihn längst abgeschrieben beobachtet ihn misstrauisch. Auch sein Vater bleibt distanziert wie eh und je. Lewis verliert sich in seiner Einsamkeit, er trinkt, ist gewalttätig gegen sich selbst und scheint diesem Teufelskreis nicht entkommen zu können. Sadie Jones hat einen wunderschön erzählten Roman über Einsamkeit und Isolation, aber auch über die enge, gnadenlose und tabubehaftete Welt in bürgerlichen Kleinstädten geschrieben.

Handlungsorte

»Heimat entdeckt man erst in der Fremde.«
Siegfried Lenz

Buchdetails

Handlungsorte
London
Buchdaten
Titel: Der Außenseiter
AutorIn: Jones, Sadie
Kategorie: Roman / Erzählung von 2008
Eingabe: 17.08.2008


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