Der Traum der Vernunft

Toller Roman über die Französische Revolution mit deutlichen Anklängen an die Ereignisse von 1968 ff. In seinem Roman erzählt Michael Schneider die Lebensgeschichte des Revolutionärs Eulogius Schneider (1756-1794), der vom Vorkämpfer der großen Freiheits- und Gleichheitsideale zum öffentlichen Ankläger des elsässischen Revolutionstribunals wird, zuletzt mit der fahrbaren Guillotine das Niederelsaß heimsucht und von Saint-Just gestürzt wird. In der Pariser Abbaye de Saint-Germain-des-Prés, in eine Zelle gesperrt mit einem aristokratischen Gegenspieler, wartet der gestürzte Jakobinerführer, nun selbst die Guillotine vor Augen, auf seinen Prozess. Farbig und spannend, historisch exakt und mit vielen Bezügen zur Gegenwart erzählt Michael Schneider in wechselnder Erzählperspektive von den Hoffnungen und Mühen, der großen Liebe und Desillusionierung seines Helden. Dieser wird mehrfach und in scharfen Kontrasten belichtet: durch seinen langjährigen Freund und Wegbegleiter Nepomuk Brenner, durch das Tagebuch seiner Geliebten Sara Stamm und durch die brillanten Dialoge mit dem geistreichen Skeptiker Merville, der den rationalistischen Utopien die »Nachtseite der Vernunft« entgegenhält. Eine exemplarische Geschichte über den »Gewaltidealismus«, der stets das Gute will und stets das Böse schafft.

Handlungsorte

»Umwege erweitern die Ortskenntnis.«
Kurt Tucholsky

Buchdetails

Handlungsorte
Paris, Elsass (allg.)
Buchdaten
Titel: Der Traum der Vernunft
Untertitel: Roman eines deutschen Jakobiners
Kategorie: Historischer Roman von 2001
LeserIn: Googlehupf
Eingabe: 28.01.2013


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