Seeluft

Der Autor greift in diesem Krimi eine hochbrisante, doch selten im öffentlichen Rampenlicht stehende Thematik auf: Schiffsemmissionen. Für einen Krimi, der in Hamburg bzw. St. Pauli spielt, ein Top-aktuelles und damit nicht nur für diesem Kriminalroman interessantes und spannendes Thema. Friedrich Dönhoff verzichtet dabei ganz konsequent auf gewaltvolle Szenen, er setzt auf die Kraft seiner Dialoge, normale Ermittlungsarbeit, überraschende Wendungen und Zusammenhänge im Plot und legt hie und da falsche Fährten verschenkt aber durchgehend vorhandenes Potential. Die Protagonisten bzw. Rand-Figuren beschreibt er zwar liebevoll aber oberflächlich, einzig die Passagen um das frisch verliebte Studentenpärchen Elisabeth und Hugo sind wirklich gelungen und bereichern das Ganze ungemein. Vieleicht muss man hier die beiden ersten Bände gelesen haben, schade. Obwohl dieser gewaltlose Krimi über ein wirklich interessantes Thema handelt, verzettelt sich der Autor doch das eine oder andere Mal mit seinen nicht ganz ausgereiften Figuren und deren an den Haaren herbei gezogenen Motiven. Dadurch gerät das erzählerische Moment leider in den Hintergrund. Einige Sequenzen wirken hölzern, hineingepresst und irgendwie fehl am Platz. In dieser Form wirkt das Ganze einfach zu brav, dem ganzen Plot fehlt dadurch der Pep!

Handlungsorte

»Bücher sind fliegende Teppiche
ins Reich der Phantasie.«

James Daniel

Buchdetails

Handlungsorte
Hamburg
Buchdaten
Titel: Seeluft
Kategorie: Krimi / Thriller von 2012
Eingabe: 18.04.2013


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