Die Fünf

Ein Gesellschaftsroman über den Untergang des bürgerlich-jüdischen Odessa zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die "Buddenbrooks" am Schwarzen Meer. "Die Fünf" sind die fünf Kinder - 2 wunderschöne Töchter und 3 Söhne - des in Odessa ansässigen Getreidehändlers Milgrom, die der Erzähler nacheinander kennenlernt, als er mit dem ältesten Sohn Serjosha Freundschaft schließt. Er geht in dem Haus der reichen, jüdischen Familie ein und aus und gehört gewissermaßen dazu. Es sind die unbeschwerten Jahre und unvergesslichen Sommer in einer reichen, polyglotten Hafenstadt im zaristischen Russland, wobei der Zar und St. Petersburg weit entfernt sind und man nationale Ereignisse wie den russisch-japanischen Krieg nicht wirklich wahrnimmt. Der Erzähler arbeitet wie sein Autor als Journalist und schildert die Zeit in Odessa an Hand von einzelnen Begebenheiten im Zusammenhang mit den fünf Geschwistern, die ihm im Gedächtnis geblieben sind. Er verlässt Odessa später irgendwann vor oder nach dem 1. Weltkrieg und trifft auf seinen Reisen in Europa immer wieder Schul- und Studienfreunde aus seiner Heimatstadt und verfolgt die Schicksale der Fünf, die als ein Teil des Lebens in Odessa den Gang der Geschichte und die Entwicklung der Stadt widerspiegeln. Jabotinsky setzt seiner Heimstadt ein Denkmal, ein intimes Odessa mit seinen Plätzen, Straßen und Cafés – ein theatralisches, tragisches Menschenschauspiel. Es sind die letzten Tage des alten Odessa.

Handlungsorte

»Man vertraut einer Landschaft wie einem Freund.«
Thomas Hettche

Buchdetails

Handlungsorte
Odessa (UA)
Buchdaten
Titel: Die Fünf
Kategorie: Roman / Erzählung von 1935
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 10.11.2015
Kurzbeschreibung
Ein Gesellschaftsroman über den Untergang des bürgerlich-jüdischen Odessa zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine Wiederentdeckung – Die »Buddenbrooks« am Schwarzen Meer*Im Jahr 1935 unternimmt Vladimir Jabotinsky, streitbarer Mitbegründer der zionistischen Bewegung und brillanter Feuilletonist, eine imaginär-romanhafte Reise in das alte Odessa, in dem er 1880 geboren wurde, seine Kindheit und jungen Jahre verbrachte.*Die Fünf: eine elegische Erinnerung an eine vergehende Welt, verkörpert in den fünf Geschwistern der Familie Milgrom, die in den politisch-kulturellen Wirren ihrer Zeit, zwischen revolutionärer Gewalt und Assimilation, heranwachsen.*Das damalige Odessa ist noch eine kosmopolitisch tolerante Stadt am Schwarzen Meer, ein Vielvölkergemisch, in dem das Ukrainische und das Russische, das Jüdische und das Deutsche, das Armenische und das Griechische nebeneinander existieren. Durchdrungen vom Parfüm dieser sinnlichen, vitalen und polyglotten Prosa, begegnet uns in Vladimir Jabotinskys Roman vom Verfall einer Familie ein intimes Odessa mit seinen Plätzen, Straßen und Cafés – ein theatralisches, tragisches Menschenschauspiel. Es sind die letzten Tage von Odessa.


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