Singapur im Würgegriff

Singapur 1937. Walter Blackett, Direktor eines britischen Kautschukunternehmens, weiß sich von der bewährten Ordnung britischer Kolonialherrschaft getragen, als er die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum seiner Firma ausrichtet. Noch ist die Welt, zumindest für die Engländer, in Ordnung, haben die Da Dousa Sisters ihre Gesangsauftritte, ist der zerzauste Hund La Condition humaine nur halbtot und gibt es standesgemäße Paraden und Feste. Und doch scheint am Vorabend des Zweiten Weltkriegs im Inselstaat einiges in Schieflage geraten zu sein: Kaum ist ein Streik der Einheimischen niedergeschlagen, flammt er an anderem Ort wieder auf, Walter Blacketts Sohn engagiert zur Abendunterhaltung ausgerechnet einen Fakir, seine Tochter Joan tändelt mit den falschen Verehrern, während der junge Matthew, Oxfordstudent und rechtmäßiger Erbe der Firma, sich als naiver Weltverbesserer erweist. Das Geschäft mit dem Kautschuk boomt, nicht zuletzt wegen des Weltkriegs und der Marktmanipulation durch Blackett selbst, doch als japanische Flieger das völlig unvorbereitete Singapur bombardieren, kann der Schock größer nicht sein...

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
Singapur (allg.), Rangun (Yangon), Genf, Harbin, Malaysia (allg.), Penang, Tanjung, Kuala Lumpur, Kuala Langsa, Trolak, Johor
Buchdaten
Titel: Singapur im Würgegriff
Kategorie: Roman / Erzählung von 1978
LeserIn: Faun
Eingabe: 07.12.2016
Kurzbeschreibung
Gebundenes Buch
Indien 1857: George Fleury, ein junger Angehöriger der britischen
Oberschicht, reist zu dem isolierten britischen Außenposten
Krishnapur. Von dort soll er über den positiven Einfluss von
Zivilisation und Fortschritt auf das rückständige Indien berichten.
Gerüchte von Unruhen und Aufständen erreichen die Stadt, das
Land ist in Aufruhr, doch die Vertreter der Britischen Ostindien-
Kompanie halten Tea Time, fest überzeugt von ihrer militärischen
und moralischen Überlegenheit. Als sie tatsächlich unter Belagerung
geraten, kämpfen sie in einer zunehmend verzweifelten Lage
nicht nur um ihr Leben, sondern auch um jeden Rest von viktorianisch
geprägtem Anstand und Würde. Der historische Aufstand
der indischen Sepoy-Soldaten Mitte des vorletzten Jahrhunderts
bildet den Hintergrund dieser brillanten, von absurdem britischem
Humor durchzogenen Erzählung um den wackeren George Fleury.


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