Harte Zeiten

»Harte Zeiten. Für diese Zeiten« – so lauten Titel und Untertitel des von April bis August 1854 in der Wochenschrift "Household Words" erschienenen Werkes, dessen Zielrichtung hier schon deutlich wird: die Unmenschlichkeit, die mit der sich immer weiter ausprägenden Industrialisierung in der viktorianischen Epoche einhergeht. Ein starrer Blick auf Rationales und auf Zahlen – "Facts, fats, facts!" – prägt das zwischenmenschliche Verhalten in der Unternehmerwelt und hat entsprechende Auswirkungen auf die entrechteten Arbeiter, für die Dickens exemplarisch die Figur des Steven Blackpool zeichnet. Blackpool zögert nicht, dem hartherzigen Industriellen Bounderby die Wahrheit über die Situation der Webereiarbeiter zu sagen. Die Haupthandlung wird von zahlreichen Nebenhandlungen umrankt, in denen Zorn über soziale Ungerechtigkeit und satirische Einsprengsel nebeneinanderstehen. Handlungsort ist die fiktive Stadt Coketown, die durch Orte wie Preston inspiriert wurde, das Dickens unmittelbar vor der Abfassung des Romans besucht hatte.

Handlungsorte

»Bücher sind fliegende Teppiche
ins Reich der Phantasie.«

James Daniel

Buchdetails

Handlungsorte
Preston
Buchdaten
Titel: Harte Zeiten
Kategorie: Roman / Erzählung von 1854
LeserIn: Faun
Eingabe: 23.07.2017
Kurzbeschreibung
Dieses eBook: "Schwere Zeiten" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Charles Dickens (1812-1870) war ein englischer Schriftsteller. In seinen Werken finden sich oft konkrete Hinweise auf die sozialen Missstände des viktorianischen Zeitalters, etwa durch die beispielhafte Darstellung der kritischen Situation der armen Stadtbevölkerung oder der damals vorherrschenden Sozialstrukturen. So schafft es Dickens gekonnt mit Oliver Twist, seinem zweiten Roman von 1838, seiner Leserschaft das Problem von Armut und daraus folgender Kriminalität nahezubringen, was seinerzeit dazu beitrug, auf die schwierige Lage der Bevölkerung von Jacob's Island, einem damaligen Slum in London, in dem der Roman spielt, aufmerksam zu machen; in der Folge verbesserte sich die dortige Lebenssituation.
Aus dem Buch:
"Hierin beruhte die Springfeder der mechanischen Kunst und des Geheimnisses, die Vernunft zu erziehen, ohne sich zur Ausbildung der Gefühle und Neigungen herabzulassen. Man muß sich nie wundern! Bringe alle Sachen vermittels Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division in Ordnung und wundere dich nie. "Gebt mir ein Kind", sagt M'Choakumchild, "das wenigstens allein gehen kann, und ich werde es dahin bringen, daß es sich niemals mehr wundert!""


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