Am Beispiel des Hummers

Jedes Jahr findet im amerikanischen Bundesstaat Maine das Maine Lobster Festival statt, bei dem innerhalb von vier Tagen mehr als 9.000 kg frischer Hummer verspeist werden, gekocht im größten Topf der Welt. David Foster Wallace besuchte 2003 dieses Festival, um im Auftrag der Feinschmeckerzeitschrift Gourmet eine Reportage zu schreiben. Wie schon bei "Schrecklich amüsant", der Beschreibung einer Kreuzfahrt, sind seine Beobachtungen so überraschend wie scharfsinnig. Die Wahl der Maine Seegöttin, ein Kochwettbewerb, ein Captain Blackbeard, der die Gäste am Strand erschreckt, eine große Parade und viele kleine Attraktionen für die Kinder – das ist das Rahmenprogramm, das um das große Fresszelt in Rockland, einem kleinen Ort in Maine, Anfang August geboten wird. Das Wichtigste aber: Hier gibt es Hummer satt, der im größten Hummerkochtopf der Welt vor den Augen der hungrigen Besucher seinem Siedepunkt entgegenkocht. David Foster Wallace geht dem Unbehagen beim Anblick der kochenden und vielleicht leidenden Hummer nach und stellt die Frage, ob der Hummer, der ganz offensichtlich versucht, dem heißen Wasser zu entkommen, nicht doch Schmerz empfindet, allen Beteuerungen der Festivalorganisatoren zum Trotz. Der Link zu Fosters Bericht im "Gourmet": http://www.gourmet.com/magazine/2000s/2004/08/consider_the_lobster.html

Handlungsorte

»Bücher sind Schiffe, welche die weiten
Meere der Zeit durcheilen.«

Sir Francis Bacon

Buchdetails

Handlungsorte
Maine (State), Penobscot Bay, Rockland, Camden (US)
Buchdaten
Titel: Am Beispiel des Hummers
Kategorie: Reisebericht von 2004
LeserIn: Faun
Eingabe: 30.08.2017
Kurzbeschreibung
Alljährlich findet im alten Fischereihafen von Rockland im amerikanischen Bundesstaat Maine das "Maine Lobster Festival" statt. Unter den vielen Tausend Besuchern, die sich von dem Motto "Leuchtturm, Lobster, gute Laune" anlocken lassen, befindet sich auch ein sprachmächtiger, durch nichts und niemand einzuschüchternder Diskursterrorist - der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace. Sein Auftrag: eine Reportage für das Gourmet-Magazin zu schreiben. Am Ende seiner Recherche steht die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit des Fleischkonsums: durchgeknallt komisch und zugleich schmerzhaft ernst, eine irrsinnig tröstliche literarische Achterbahnfahrt, fußnotenstarrend und dabei für jeden Leser voraussetzungslos direkt zugänglich.

An die ungekürzte Lesung schließt sich ein 20-minütiges Originalton-Dokument von David Foster Wallace an: seine Rede "This is water" aus dem Jahr 2005 vor den Graduierten des Kenyon College über Freiheit und die Aufgaben, die sie an uns Menschen stellt.



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