Der Fall Arbogast

Hans Arbogast nimmt im Spätsommer 1953 im Schwarzwald die junge Anhalterin Marie Gurth in seinem Borgward Isabella mit. Am folgenden Tag wird ihre nackte Leiche in einem Gebüsch in der Nähe der Straße gefunden, später meldet sich Arbogast bei der Polizei und gibt an, dass die Frau beim Geschlechtsverkehr mit ihm tot zusammengebrochen sei. Das Landgericht in Grangat (dahinter verbirgt sich Offenburg) verurteilt Arbogast jedoch alleine aufgrund von Indizien zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Lustmords, v.a. gestützt auf ein Gutachten eines hoch angesehenen Experten, der zum Ergebnis kommt, dass der Tod durch Strangulation herbeigeführt wurde. Während des Prozesses und in den Jahren danach beteuert Arbogast immer wieder seine Unschuld. Nach mehr als zehn Jahren im Zuchthaus stoßen ein Schriftsteller und ein Anwalt auf den Fall und versuchen, die Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen... - Der Roman basiert auf einem Justizirrtum, der sich tatsächlich erei gnet hat. Der trotz einer unzureichenden Beweisführung wegen Mordes zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe Verurteilte hieß Hans Hetzel, ein gelernter Metzger, der damals sein Geld als Handelsreisender verdiente und vorbestraft war. Über diesen Fall drehte Gunther Scholz einen Film mit dem Titel „Tödliches Rendezvous", der erstmals am 28. Februar 2005 vom NDR ausgestrahlt wurde. – Ein spannender Roman, der allerdings einige Längen hat und sich zuweilen einer etwas umständlichen Sprache bedient.

Handlungsorte

»Reisen ist die harmlosere Form der Utopie.«
Wolfgang Büscher

Buchdetails

Handlungsorte
Schwarzwald (allg.), Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main, Offenburg, Bruchsal, Bissone, Montreux, Zürich, Raron, Berlin, Triberg
Buchdaten
Titel: Der Fall Arbogast
Kategorie: Krimi / Thriller von 2001
LeserIn: Faun
Eingabe: 02.03.2023


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