Zwölf Stationen. Ein Poem

Auch der erste Roman des Autors spielt hauptsächlich in seiner Heimatstadt Oppeln, die gleich zu Beginn des versartig geschriebenen Prosawerks beschimpft wird: „Diese Stadt, meine Krankheit! Bazillus der schwarzen Galle, trauriger Tumor, der in der Seele wuchert – wie ich dich hasse, Stadt!“ Eigentlich wollte die namenlose Hauptfigur nur seine Großmutter in der polnischen Provinz besuchen, „an der Grenze zwischen Grober- und Biederschlesien“. Doch nach einer Piroggen-Völlerei bekommt er den wahnwitzigen Auftrag, die verstreute bzw. vertriebene Verwandtschaft zusammentrommeln, um mit ihnen noch einmal in die Heimat zurückzukehren. Und so macht er sich auf den Weg mit dem Zug, eine Reise in die Vergangenheit und die Innereien der polnischen Seele… - „…Tomasz Rózycki ist das vielleicht wichtigste Phänomen der polnischen Literatur eines ganzen Jahrzehnts - er verbindet Talent mit Verstand, die Gabe zur Registrierung geheimer Sprachen mit Formbewusstsein, Intelligenz mit Gefühl, tragischen Instinkt mit komischem Temperament - allesamt höchst seltene Paarungen.“ (Jerzy Pilch, Polityka) Dem kann man nur zustimmen, ein sehr origineller und sprachlich gelungener Text.

Handlungsorte

»Liebe ist fatal. Es sei denn, es ist die Liebe zu einer Landschaft.«
T.H. White

Buchdetails

Handlungsorte
Polen (allg.), Opole (Oppeln), Hlynjany, Prudnik, Moszczanka, Smolarnia (Pechhütte), Pyskowice, Zadworze,
Buchdaten
Titel: Zwölf Stationen. Ein Poem
Kategorie: Roman / Erzählung von 2005
LeserIn: Faun
Eingabe: 06.01.2026


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