Irène

Der Pariser Autor Louis Aragon (1897-1982) begründete 1924 zusammen mit André Breton und Philippe Soupault den französischen Surrealismus. „Le Con d’Irène“, so der vollständige Titel, sollte ursprünglich ein Kapitel in dem Roman „Défense de l“infini“ (Verteidigung des Unendlichen) werden, der jedoch nie fertiggestellt wurde. Wegen des erotischen Themas und der sehr expliziten Darstellung von Geschlechtsverkehr, u.a. in einem Bordell in der ostfranzösischen Provinz, wurde der Text 1928 heimlich und ohne Nennung eines Autors oder Herausgebers veröffentlicht. Das Werk wurde von der Polizei verboten und Aragon leugnete vor einem Richter die Autorschaft. Weitere mehr oder weniger heimliche Veröffentlichungen folgten 1952, 1962 und 1968. Eine erste deutschsprachige Ausgabe erschien 1969 unter dem verkürzten Titel „Irène“ im Propyläen Verlag, die im Jahr 1984 als Faksimile-Ausgabe im Eichborn Verlag herausgebracht wurde. Aragons Text, heute ein Klassiker der erotischen Literatur, feiert in einer sehr lyrischen Sprache das Glück der Wollust einer jungen Frau inmitten einer moralisch verkommenen Umwelt.

Handlungsorte

»Liebe ist fatal. Es sei denn, es ist die Liebe zu einer Landschaft.«
T.H. White

Buchdetails

Handlungsorte
Ostfrankreich (allg.)
Buchdaten
Titel: Irène
AutorIn: Aragon, Louis
Kategorie: Roman / Erzählung von 1928
LeserIn: Faun
Eingabe: 22.02.2026


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