Die Lehren des Schuldirektors George Harpole

J.L. Carr arbeitete vor und nach dem Zweiten Weltkrieg fast 40 Jahre lang als Lehrer und Rektor an verschiedenen englischen Schulen. Seine dabei gewonnenen Erfahrungen verarbeitete er in dem satirischen Roman „The Harpole Report“ (deutsch: Der Harpole-Bericht), in dem George Harpole, Mitte dreißig, für ein halbes Jahr vertretungsweise die Grundschule Tampling St. Nicholas leiten soll und dabei eigentlich nur das Ziel hat, diesen Posten als Durchgangsstation für seinen beruflichen Aufstieg in der Schulverwaltung zu nutzen. Daher benimmt er sich zunächst unterwürfig gegenüber der ihm übergeordneten Schulbehörde und versucht durch ungeschickt autoritäres Verhalten, ein Mindestmaß an traditioneller Ordnung in der Schule herzustellen, was sich jedoch als höchst schwierig erweist angesichts exzentrischer und renitenter Lehrer, Schüler und Eltern sowie des widerspenstigen sonstigen Schulpersonals und der Windmühlen der Bildungsbürokratie (als perfekte Ausprägung des Peter-Prinzips). Doch sein Sinn für Gerechtigkeit, gesunder Menschenverstand und die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis sowie nicht zuletzt der Einfluss einer jungen, attraktiven und feministischen Kollegin belehren ihn eines Besseren… - Der Roman besteht ausschließlich aus geschickt aneinandergereihten Tagebuchauszügen, Briefen, Schulbucheinträgen, Protokollen, Aktenvermerken, schriftlichen Auseinandersetzungen mit der Schulbehörde, kurzen Schüleraufsätzen und Kommentaren des Berichtsverfassers. Das Ergebnis ist ein höchst witziges, packendes und sprachlich gelungenes, einzigartiges Werk, ein großartiges Lesevergnügen.

Handlungsorte

»Bücher haben die Macht, einen ganz gewöhnlichen Ort mit der Aura des Besonderen zu umgeben.«
Paul Theroux

Buchdetails

Handlungsorte
Yorkshire (allg.)
Buchdaten
Titel: Die Lehren des Schuldirektors George Harpole
AutorIn: Carr, J.L.
Kategorie: Roman / Erzählung von 1972
LeserIn: Faun
Eingabe: 29.03.2026


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