Der Sommer, den man zurückwünscht

Eine bürgerliche, jüdische Familie aus Prag verbringt regelmäßig die Sommerferien im Ostseebad Misdroy auf der Insel Wolin. Auch im Jahr 1899 findet das jährliche Ritual statt: Die Familie fährt von Prag mit dem Zug über Berlin an die Ostsee. Die beiden Söhne, der 15jährige Erwin und der 12jährige Otto, fahren mit der Mutter voraus, der Vater kommt nach, sobald er Urlaub bekommt. Man befindet sich in diesem vordergründig unbeschwerten Sommer noch im „alten" Österreich, so nennt es Brod auf der ersten Seite des Romans: „Wir leben noch ganz tief im alten, auswattierten Österreich drinnen, ganz tief im Frieden, der ein ewiger Frieden schien; wir halten vor der Wende ins unselige zwanzigste Jahrhundert..." In dieser autobiographischen Erzählung über Brods Kindheit im kaiserlich königlichen Österreich brechen aber die Vorboten der Weltkriege und des Massenmordes als Randerscheinungen, als Ahnungen bereits ein.

Handlungsorte

»Umwege erweitern die Ortskenntnis.«
Kurt Tucholsky

Buchdetails

Handlungsorte
Prag, Berlin, Augsburg, Międzyzdroje (Misdroy)
Buchdaten
Titel: Der Sommer, den man zurückwünscht
AutorIn: Brod, Max
Kategorie: Roman / Erzählung von 1952
LeserIn: Faun
Eingabe: 02.04.2026


Dieses Buch wurde 8 mal aufgerufen.
» zurück zur Ergebnisliste