Brigitta

„Brigitta“ ist eine im Jahr 1843 erstmals erschienene Geschichte, die später in einer überarbeiteten Fassung in Buchform Teil der Sammlung „Studien“ (1847) wurde und als eine der wichtigsten Erzählungen Stifters gilt. Darin folgt der namenlose Ich-Erzähler einer Einladung des ungarischen Majors Stephan Murai, ein fortschrittlicher Grundbesitzer, den er bei einer Italienreise am Vesuv kennengelernt hat, auf dessen Gut. Dort erfährt er von Brigitta, einer hässlichen aber höchst faszinierenden Frau, die Murai einst geheiratet und nach wenigen Jahren für eine hübsche junge Frau verlassen hatte. Im folgenden Verlauf der Erzählung kommt es zur erneuten Annäherung zwischen Murai und Brigitta, insbesondere nachdem der gemeinsame Sohn Gustav von einem Wolfsrudel angefallen wird… „Sie waren wie zwei Menschen, von denen eine große Last genommen ist. Die Welt stand wieder offen.“ - In dem (sehr schlechten) Roman „Echtzeitalter“ aus dem Jahr 2024 wird übrigens eine Wiener Gymnasialklasse mit der Lektüre des Reclam-Heftchens der „Brigitta“ gequält, wobei der Romanautor Tonio Schachinger von Denis Scheck in die Nähe von Musil und Hesse gerückt wird; so wissen wir immerhin, dass das Literaturpäpstlein weder Musil noch Hesse gelesen haben kann, und Stifter wahrscheinlich auch nicht.

Handlungsorte

»Reisen ist die harmlosere Form der Utopie.«
Wolfgang Büscher

Buchdetails

Handlungsorte
Puszta (allg.), Vesuv (Berg)
Buchdaten
Titel: Brigitta
Kategorie: Roman / Erzählung von 1843
LeserIn: Faun
Eingabe: 19.05.2026


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