Luzern
In dieser sozialkritischen Erzählung verbringt der junge Fürst Dmitri Nechliudow, ein Alter-Ego Tolstois, das man bereits aus Geschichten wie z.B. „Der Morgen eines Gutsbesitzers" kennt, die Nacht vom 7. auf den 8. Juli 1857 im Luzerner Hotel Schweizerhof. Er kritisiert dabei die dortigen Modernisierungen, insbesondere den 1852 gebauten Schweizerhofquai, und den zunehmenden Tourismus, macht sich über die dort zahlreich anzutreffenden Engländer lustig, genießt aber auch die schöne Landschaft am Vierwaldstättersee. Nach einem unbefriedigenden Spaziergang in den Gassen von Luzern kehrt er zum Hotel zurück, wo er einen wandernden Bettel-Sänger sieht, der von keinem der Zuhörer auch nur die geringste Spende erhält. Daraufhin lädt der Fürst den Bettler ins Hotel-Restaurant ein, was zu einem mittleren Skandal führt und Nechliudow zu einer bitterbösen Kritik am sogenannten liberalen Europa und schließlich an der gesamten sogenannten Zivilisation veranlasst.Handlungsorte
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