Herr Gröttrup setzt sich hin

Die drei Texte (insgesamt 63 Seiten) sind die Erzählung, mit der Sharon Dodua Otoo im Jahr 2016 den Bachmann-Preis gewann, ihre in Klagenfurt gehaltene Eröffnungsrede „Dürfen Schwarze Blumen Malen?" und die auf ihre Klagenfurt-Reise bezogene autobiographische Skizze „Härtere Tage". - Otoo, deren Eltern aus Ghana stammen, wurde 1972 in London geboren und wuchs dort auf. Sie studierte Germanistik und Management Studies am Royal Holloway College der Universität London. Seit 2006 lebt sie mit ihren vier Söhnen in Berlin und besitzt auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie veröffentlichte einige Prosawerke und eine Reihe von Artikeln v.a. zu den Themen Rassismus, Feminismus und Bildung. – In „Herr Gröttrup setzt sich hin" geht es um ein Rentnerehepaar und dessen migrantische Putzfrau sowie um ein Frühstücksei, aus dessen Perspektive die zweite Hälfte der Geschichte erzählt wird. Die Bachmann-Jury urteilte über dieses langweilige, sprachlich unoriginelle und homöopathisch humorvolle Stück „Ein cooler Text." Die Eröffnungsrede „Dürfen Schwarze Blumen Malen?" enthält, wie es der Titel bereits verrät, ein aus Komplexen gespeistes, wokes Geschwurbel. Der Text „Härtere Tage" bietet eine Vision davon, was geschehen wäre, wenn Otoos Eltern nach Klagenfurt gekommen wären. Glücklicherweise mussten diese sich das dortige Selbstbeweihräucherungs-Spektakel nicht antun.

Handlungsorte

»Heimat entdeckt man erst in der Fremde.«
Siegfried Lenz

Buchdetails

Handlungsorte
München, Klagenfurt, Accra
Buchdaten
Titel: Herr Gröttrup setzt sich hin
Kategorie: Roman / Erzählung von 2022
LeserIn: Faun
Eingabe: 24.05.2026


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