Drei Tode

In dieser kurzen Erzählung reist die todkranke Gutsherrin Maria Dmitriewa von ihrem Gut nach Moskau, weil sie Angst hat, zu Hause zu sterben, aber eigentlich will sie nach Italien reisen, um im sonnigen Süden gesund zu werden. Mit dem kurz bevorstehenden Ende will sie sich nicht abfinden. Unterwegs, während eines Halts auf einer Poststation, besucht der junge Kutscher Serjoga seinen alten Onkel Fjodor, der im Sterben liegt, und fragt ihn, ob er ihm seine neuen guten Stiefel schenken könne, da er sie ja jetzt nicht mehr brauche. Fjodor hat sich in sein Schicksal ergeben und verschenkt seine Stiefel, dafür soll aber ein Grabstein besorgt werden. In der Todesnacht nimmt ihm die Köchin seinen Pelz weg, den braucht er beim Sterben ja auch nicht. Einen Monat später gibt es immer noch kein Grabstein. Die Köchin warnt Serjoga, wenn er sein Versprechen nicht halte, werde der Onkel zurückkehren und ihn erwürgen. Um wenigstens ein Holzkreuz aufstellen zu können, geht Serjoga eines Morgens in der Dämmerung in den Wald und fällt einen Baum, dessen Sturz wie der eines fühlenden Wesens beschrieben wird, während um ihn herum sich die Frühlingsnatur erneuert… - „An den drei Beispielen veranschaulicht der Autor seine Vorstellung von der Wertantinomie von Natur und Zivilisation, mit ihren ethischen religiösen und sozialen Implikationen.“ (Kindlers Literaturlexikon)

Handlungsorte

»Kein Schiff trägt uns besser
in ferne Länder als ein Buch.«

Emily Dickinson

Buchdetails

Handlungsorte
Russland (allg.), Moskau
Buchdaten
Titel: Drei Tode
AutorIn: Tolstoi, Leo
Kategorie: Roman / Erzählung von 1859
LeserIn: Faun
Eingabe: 28.05.2026


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