Kipps

„Kipps“ beginnt wie ein Roman von Charles Dickens: Der etwas einfältige Arthur (Artie) Kipps wächst als Waise bei Onkel und Tante auf und wird nach einer mageren Schulausbildung als Lehrling in einem Textilgeschäft untergebracht. Dort werden die Mitarbeiter von dem exzentrischen Ladenbesitzer Shalford als schlecht bezahlte Sklaven ausgebeutet. Sie schlafen in einer Gemeinschaftsunterkunft über dem Laden und müssen abends zum Zapfenstreich zu Hause sein. Kipps fügt sich jahrelang in dieses Martyrium, doch dann wird er eines Tages von dem erfolglosen Stückeschreiber Chitterlow mit dem Fahrrad angefahren. Kipps verbringt eine whiskeygeschwängerte Nacht in dessen Wohnung, weil er die Sperrstunde im Geschäft verpasst hat. Morgens will er sich in den Laden schleichen, doch sein Chef ist bereits über den Fehltritt informiert, Kipps wird kurzerhand entlassen. Gerade zur rechten Zeit aber erfährt Kipps, dass ihm sein verstorbener Großvater ein kleines Vermögen hinterlassen hat. Zunächst scheint sich alles zum Guten zu wenden, doch mit der neuen Situation ist der naive Kipps völlig überfordert… - „Sie haben nicht allein ein Meisterstück, sondern wahrhaftig einen Edelstein hervorgebracht.“, schrieb Henry James an Wells. Dem kann man sich anschließen, ein sehr witziger, satirischer und sprachlich gelungener Roman über gesellschaftliche Fallstricke und die Natur des wahren Lebensglücks.

Handlungsorte

»Bücher sind Schiffe, welche die weiten
Meere der Zeit durcheilen.«

Sir Francis Bacon

Buchdetails

Handlungsorte
New Romney, Folkestone, Lympne, Hythe
Buchdaten
Titel: Kipps
AutorIn: Wells, H.G.
Kategorie: Roman / Erzählung von 1905
LeserIn: Faun
Eingabe: 25.09.2026


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