Die Affekte

Der bolivianische Autor Rodrigo Hasbún (geboren 1981) studierte Journalismus in Bolivien und Chile. Ab 2009 arbeitete er an der Cornell University in Ithaca (New York) und wurde dort promoviert. Er veröffentlichte bisher mehrere Bände mit Erzählungen und zwei Romane. In seinem zweiten Roman, „Los afectos“, thematisiert er das Leben der deutsch-bolivianischen Sozialrevolutionärin Monika Ertl (1937-1973). Ihr Vater war Hans Ertl, Chefkameramann bei den Olympia-Filmen von Leni Riefenstahl, „Leibphotograph“ Erwin Rommels und während des Zweiten Weltkrieges tätig bei der „Deutschen Wochenschau“ an verschiedenen Kriegsschauplätzen. Wegen Problemen mit der Entnazifizierung wanderte er 1948 von München nach Bolivien aus, fünf Jahre später folgte ihm die Familie nach. Monika Ertl begleitete ihren Vater auf Urwald- und Filmexpeditionen, insbesondere auf der Suche nach der sagenhaften Inkastadt Paititi. Bei seinem Film „Hito-Hito“ (1958) über ein vom Aussterben bedrohtes indigenes Volk wirkte sie als Kameraassistentin mit. Nach dem Scheitern ihrer Ehe Mitte der 1960er Jahre begann sie, sich sozial zu engagieren und radikalisierte sich später als eine der wichtigsten Führungspersonen einer linksrevolutionären Guerillaorganisation.

Handlungsorte

»Heimat entdeckt man erst in der Fremde.«
Siegfried Lenz

Buchdetails

Handlungsorte
Bolivien (allg.), Chile (allg.), La Paz, Pararani, Tolapampa, Yani, Chacaltaya (Berg)
Buchdaten
Titel: Die Affekte
Kategorie: Historischer Roman von 2015
LeserIn: Faun
Eingabe: 02.11.2026


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