Takeshis Haut

Ein intensiver Roman: Frida sammelt Geräusche für die Filmproduktion. So kommt sie nach Japan. Dort erlebt sie das Erdbeben und die Folgen. Und sie verliebt sich. Vielleicht auch etwas viel für so ein 190-Seiten-Roman. Aber Lucy Fricke schreibt so unaufgeregt, dass die Rechnung aufgeht. Also vor allem Japanfreunden sei dieser Roman ans Herz gelegt.

Handlungsorte

»Die längsten Reisen fangen an,
wenn es auf den Straßen dunkel wird.«

Jörg Fauser

Buchdetails

Handlungsorte
Tokio (Tokyo), Kioto (Kyoto)
Buchdaten
Titel: Takeshis Haut
AutorIn: Fricke, Lucy
Kategorie: Roman / Erzählung von 2014
LeserIn: Nommel, Jens
Eingabe: 06.10.2014
Kurzbeschreibung
Frida ist eine der Besten ihres Fachs. Sie kann Horror und Kriege simulieren, sie weiß, dass es zwanzig Arten gibt, eine Zigarette zu rauchen, und dass jede anders klingt. Nur das Hüftknacken, das ihre eigenen Schritte begleitet, müsste einer rausschneiden, findet sie. Da hört man die Jahre vergehen.
Und doch hätte alles so weiterlaufen können, das Leben mit Robert in dem Haus vor der Stadt – wäre nicht plötzlich Jonas aufgetaucht, ein junger Regisseur, mit einem apokalyptischen Film, dessen Tonspur samt Tonmann auf unerklärliche Weise abhandengekommen ist. Die Geräuschemacherin soll nach Japan, genauer: nach Kyoto reisen, um die verlorene Tonspur zu rekonstruieren.
Ein Angebot, das Frida voller Neugier annimmt, nicht ahnend, dass im Land der sprechenden Automaten und Sony-Rekorder mehr als nur technische Prüfungen auf sie warten. Die Begegnung mit dem jungen Takeshi bringt Fridas Welt ins Wanken. Und als sich, am 11. März 2011, ein weiteres schweres Beben ereignet, scheinen sich Ursache und Wirkung, Innen und Außen vollends zu verkehren.
Ein Roman von der Liebe und ihren Erschütterungen, voller Sinnlichkeit und auch Trost, mit magischen Wendungen und einer Menge punktgenauer Pointen. Ein Buch, das bebt.


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