Elisabeth II: Keine Komödie

In diesem Theaterstück erwartet der schwerkranke, im Rollstuhl sitzende greise Großindustrielle Rudolf Herrenstein in seiner Wohnung am Wiener Opernring vierzig Gäste, eingeladen von seinem Neffen Viktor, die sich von seinem Balkon aus den Besuch der Queen ansehen wollen. Beim Warten lamentiert der Misanthrop und „Schmähungsvirtuose“ (Sigrid Löffler) in Gegenwart seines Dieners Richard rd. hundert Seiten lang monologartig vor sich hin, bis allmählich die Besucher, das „stumpfsinnige Gesindel“, eintreffen. Herrenstein schimpft auf Gott und die Welt, insbesondere auf das Burgtheater („Stückevernichtungsmaschine“), Goethe („hat mir die Welt verekelt“), die Königin selbst („scheußliche Brut“), das österreichische Volk („schäbiger Charakter“) und die „Nazinester“ Salzburg Gmunden Altaussee, „wohin wir schauen nationalsozialistische Gemeinheit und katholischer Schwachsinn“. Thomas Bernhard hat dieses Stück zwei Jahre vor seinem Tod veröffentlicht und seine Ur-Aufführung September 1989 in Berlin nicht mehr erlebt.

Handlungsorte

»Man vertraut einer Landschaft wie einem Freund.«
Thomas Hettche

Buchdetails

Handlungsorte
Wien
Buchdaten
Titel: Elisabeth II: Keine Komödie
Kategorie: Sonstiges von 1987
LeserIn: Faun
Eingabe: 10.03.2026


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