Die letzten Tage der Menschheit

Einem Marstheater hat Karl Kraus seine Weltkriegstragoedie zugedacht weil sie mit ihren über 200 Szenen nicht nur im Umfang ueber jede menschliche Vorstellung hinausgeht. Die Tragödie findet hier nicht nur auf dem Theater statt, sie ist eine Katastrophe von apokalyptischen Dimensionen, der Untergang der Welt in einer Extraausgabee. Und so endet der Krieg, gegen den Karl Kraus mit satirischem Furor und moralischer Beschämung Krieg geführt hat, hier nicht mit einem Frieden: Dieser nicht. Denn: Er hat sich nicht an der Oberfläche des Lebens abgespielt, sondern im Leben selbst gewütet. Die Front ist ins Hinterland hineingewachsen. Sie wird dort bleiben. Und Karl Kraus spürt ihrem Verlauf nach...

Handlungsorte

»Bücher sind Schiffe, welche die weiten
Meere der Zeit durcheilen.«

Sir Francis Bacon

Buchdetails

Handlungsorte
Wien, Südtirol (allg.), Baden (AT), Bukowina, Vatikan Stadt, Belgrad, Hermannstadt, Jena, Isonzo, Berlin, Krems, Heilbronn, Aizpute, Istanbul (Konstantinopel, Byzanz), Innsbruck, Grodno, Steiermark (allg.), Kastelruth, Debrecen, Sofia, Karpaten (RO), Kragujevac, Udine, Ischl, Bad Gastein, Saarburg, Verdun, Brünn, Litomerice, Galizien (allg.), Sibirien (allg.)
Buchdaten
Titel: Die letzten Tage der Menschheit
AutorIn: Kraus, Karl
Kategorie: Sonstiges von 1922
LeserIn: Faun
Eingabe: 28.06.2015
Kurzbeschreibung
Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog
Buch mit Leinen-Einband
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Franz Schuh
Einem Marstheater hat Karl Kraus seine Weltkriegstragödie zugedacht weil sie mit ihren über 200 Szenen nicht nur im Umfang über jede menschliche Vorstellung hinausgeht. Die Tragödie findet hier nicht nur auf dem Theater statt, sie ist eine Katastrophe von apokalyptischen Dimensionen, der Untergang der Welt in einer Extraausgabee . Und so endet der Krieg, gegen den Karl Kraus mit satirischem Furor und moralischer Beschämung Krieg geführt hat, hier nicht mit einem Frieden: Dieser nicht. Denn: Er hat sich nicht an der Oberfläche des Lebens abgespielt, sondern im Leben selbst gewütet. Die Front ist ins Hinterland hineingewachsen. Sie wird dort bleiben. Und Karl Kraus spürt ihrem Verlauf nach: in der Presse wie im Militärkommando, im Café wie am Schlachtfeld, im Wurstelprater wie vorm Kriegsgericht und vor allem in dem von Chauvinismus und Gewissenlosigkeit verseuchten Denken und Sprechen seiner zeitgenossen. Aus Erfundenem wie Gefundenem gestaltet Karl Kraus ein großes Panorama des Schreckens, den tragischen Karneval einer Menschheit im Vernichtungsrausch: ein literarisches Fanal, Mahnmal und Monument.


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