Die Herren des Morgengrauens

Der Autor Peter O. Chotjewitz (1934-2010) war Malergeselle, machte Abendabitur, studierte Jura und wurde Rechtsanwalt, daneben arbeitete er als Übersetzer (z.B. von Dario Fo). 1966 lernte er in West-Berlin Andreas Baader kennen und wurde sein Freund. Als Baader 1970 in Berlin verhaftet wurde, wies er sich mit einem Personalausweis auf den Namen Peter Chotjewitz aus. In den 1970er Jahren war Chotjewitz politisch stark engagiert und u.a. Wahlverteidiger von Andreas Baader und Peter-Paul Zahl. Der Roman „Die Herren des Morgengrauens", in dem Chotjewitz auf beklemmende Weise zeigte, welche desaströsen Auswirkungen Verfolgungsmaßnahmen und Verdächtigungen auf Bewusstsein und Verhalten des Verfolgten und seine Umgebung haben können, sollte ursprünglich bei Bertelsmann erscheinen. Doch nach einer verschärften Auslegung der §§ 129 und 129a StGB (Bildung krimineller bzw. terroristischer Vereinigungen) durch den BGH wurde der Titel kurz vor seinem Erscheinen abgesetzt, kam dann aber doch Ende 1978 bei Rotbuch heraus. Das Werk wurde damit Teil einer Debatte über (Selbst)Zensur bzw. über das geistige und literarische Klima nach dem „Deutschen Herbst" 1977. - „...Peter O. Chotjewitz verkörperte die politischen Irrungen einer ganzen Generation - und machte daraus Literatur." (Sebastian Hammelehle, FAZ)

Handlungsorte

»Reisen ist die harmlosere Form der Utopie.«
Wolfgang Büscher

Buchdetails

Handlungsorte
Hessen (allg.), Berlin, Masuren (allg.), Frankfurt an der Oder, Baden-Württemberg (allg.), Sopot, Wien, Frankfurt am Main, Chiemsee, Traunstein, Parwółki
Buchdaten
Titel: Die Herren des Morgengrauens
Kategorie: Roman / Erzählung von 1978
LeserIn: Faun
Eingabe: 22.09.2023


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