Der Ort als Metapher

14.10.2007

"Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben. Und vor allem sollen wir, wie der Stechlin uns lehrt, den großen Zusammenhang der Dinge nicht vergessen." (Theodor Fontane - Der Stechlin)

Bildquelle: Panoramio


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Kartenansicht

18.09.2007

Arno Schmidt war der Ansicht, dass eine Landkarte manchmal mehr sage als noch so viele Worte. Deshalb skizzierte er die Handlungsorte seiner Geschichten gern mit Bleistift aufs Papier, anstatt sie umständlich zu beschreiben. (Zitiert nach SZ vom 13.8.2007)

Bildquelle: Arno Schmidt Stiftung


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Geographisches Gutdünken

17.09.2007

Im Nachwort des Krimis Der erste Verdacht von Helene Tursten ist zu lesen: “Die Autorin betont, dass geographische Angaben ihrem Gutdünken entsprungen sind. Das Buch eignet sich weder in Göteburg noch in Paris als Reiseführer. Dem Leser wird nachdrücklich abgeraten, mit Hilfe der Angaben in diesem Buch zwischen den Schären von Göteburg zu navigieren.”
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Der weiteste Weg

18.07.2007

Der Reisephilosoph Hermann Graf Keyserling (1880-1946) befand: "Der kürzeste Weg zu sich selbst führt um die Welt herum." Oder mit anderen Worten, der weiteste Weg ist der kürzeste.


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Aufprall des Fremden

03.07.2007

"Im Grunde sind äußere Reisen nicht von ganz anderer Art als innere, imaginäre Reisen. Nur der Aufprall des Fremden wirkt handgreiflicher, sichtbarer", so der Kulturtheoretiker Hans-Jürgen Heinrichs. "Alles, was einer woanders erlebt, kann er, im Prinzip auch zu Hause erleben. Nur hindert ihn in der eigenen Kultur allzuoft das Eingespielte des Alltagslebens daran, sich für anderes zu öffnen."
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Netzwelten

20.06.2007

Wir begrüßen herzlich alle dazugestoßenen Netzwelt-Tickerleser.
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Reiseliteratur auf krummen Touren

18.06.2007

"Nein, die Branche der Reiseschriftstellerei ist nicht ausgestorben. Sie ist nur ins journalistische Abseits der Tourismuswerbung geraten. Sie feiert im Hochglanzstil traurige Feste zunehmender Bedeutungslosigkeit. Im Reiseblatt publiziert zu werden, bedeutet glatte Herabstufung... Ist nicht das Abenteuer der Ferne, der Fremde tatsächlich zum ekelhaften Duft der großen, weiten Welt verkommen?" (Horst Krüger, zitiert von T. Gohlis)
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Heimatflucht

15.06.2007

Die Krimis von Glenn Meade spielen in Deutschland, Ägypten, den USA - niemals in seinem Heimatland Irland. Warum das so ist, erklärte er im Deutschlandfunk folgendermaßen: "Ich wuchs in einem typischen Dubliner Arbeiterviertel auf. Wir lebten in einer Hafengegend und das Letzte, was ich mir wünschte, war, genau hier zu leben. Hier passierte nichts interessantes - nichts exotisches. Ich kannte jede Straße, jede Gasse. Für mich war Reisen schon immer etwas Besonders." Damals entdeckte er seine Lust daran, weiße Blätter mit Buchstaben zu füllen.
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Die wahren Orte sind es nie

29.05.2007

Bei Melvilles Moby Dick ist in Kapitel 12 zu lesen, dass der Harpunier Queequeg gebürtig aus Rokovoko ist - eine Insel weit entfernt nach Westen und Süden. Und die Insel ist auf keiner Karte verzeichnet, denn, so heisst es: die wahren Orte sind es nie.
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Ortsbezogene Recherche

16.05.2007

Freitag, 14. August 1981. Hellblau liegt das Eis in der Nacht. Am vierten Tag nach dem Auslaufen aus dem Adventfjord, auf 80°0598" nördlicher Breite und 14°2819" östlicher Länge, schlagen die ersten Schollen gegen das Schiff - ein endloses von spiegelglatten Kanälen, Seen und Tümpeln zerrissenes Treibeisfeld. (aus Christoph Ransmayrs Roman "Die Schrecken des Eises und der Finsternis") War es Arved Fuchs oder Reinhold Messner - einer der beiden fragte nach Lesen des Romans sinngemäß: "Wie kann man die Spur eines Polarfuchses im Eis nur so detailgetreu beschreiben, ohne dort gewesen zu sein?" Ransmayr ist für seine genauen historischen wie ortsbezogenen Recherchen bekannt. Durch die akribische Arbeit ist es gelungen, den Leser mit ein eine ferne Landschaft zu nehmen. Das Buch sei speziell für kommende heiße Sommertage empfohlen.
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»Der beste Film ist immer noch der,
der im Kopf des Lesers abläuft.«

Carlos Ruiz Zafón

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